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Kelly Controller
Verfasst: So 4. Mär 2012, 17:56
von Techniker92
An alle Bastler!
Habe mir einen Kelly Controller KEB48300 mit 3KW Leistung für meinen Roller gekauft. Wollte mal austesten was man so alles aus dem Teil rausholen kann.
Lieferzeit des Controllers aus China - gigantisch schnelle 3 Werktage

China muß gleich nebenan liegen

.
Na ja, hab den Controller die letzten Tage in den Innoscooter reingebastelt und siehe da - er läuft.
Mit dem Laptop kann man nun über das Configurationsprogram (serielle Schnittstelle) dem Controller einiges beibringen.
Durch Probefahrten austesten muß man die max. Strom Einstellungen.
Es lässt sich der Maximale Controller Ausgangsstrom und der maximale Batterieausgangsstrom in Prozent einstellen.
Meine Fragen dazu währen, bezieht sich der einzustellende Controller Strom auf dessen maximalen Dauerstrom oder den kurzzeitigen Maximalstrom (Peakcurrent)?
Auf welchen Wert bezieht sich der einstellbare max. Batterieausgangsstrom?
Wenn ihr auf den Link geht kommt Ihr zur Demoversion der Einstellungen mit Erklärung - auf Englisch - leider nicht 100% aussagekräftig.
http://kellycontroller.com/HPKBLI%20Help.php
Re: Kelly Controller
Verfasst: So 4. Mär 2012, 19:56
von MEroller
Das haben wir schon alles mehrmals und ausgiebig ausgekostet (vielleicht mal die Suchfunktion ausprobieren rechts oben im Fenster?), aber denoch auch hier nochmals die Kelly Definition von 100%: Es bezieht sich alles auf den jeweiligen Maximalwert, sprich beim Strom auf die 150A Kurzzeit. 50% Current, egal ob Motor oder Battery, wären also deren 75A.
Was für einen Innoscooter hast Du da mit neuem Herzschrittmacher ausgestattet? Hat der einen drei- oder sechsphasigen Motor? Kelly kann nur drei bedienen...
Re: Kelly Controller
Verfasst: So 4. Mär 2012, 20:41
von Techniker92
Erst mal Danke für die hilfreiche Antwort, bin erst seit 2 Wochen hier tätig.
Ich fahre einen Innoscooter 2500L (42Ah LiPO) Bj.2008, der Motor (TSBM2000) hat 3 Wicklungen.
Mit wieviel Ampere würdest Du die 42Ah LiPos max. belasten um sie nicht zu überlasten in Bezug auf Lebensdauer? Steht bestimmt auch schon irgendwo

.
Aktuell fließt ein Spitzenstrom von 60A also etwa 1,4C (gemessen am Akkuanschluß). Hatte die Begrenzung auch schon höher eingestellt, Spitze 80A, da geht die Spannung aber zu weit in die Knie

.
Mann muß es ja auch nicht übertreiben, der Akku ist ja das wertvollste am Roller!
Re: Kelly Controller
Verfasst: So 4. Mär 2012, 20:59
von MEroller
Überlastschutz 65A steht im Datenblatt für den 2500L. Daran würde ich mich im ersten Schritt orientieren beim Max. Battery Current, sprich 43% für deinen Kelly. Max. Motor Current kann dann getrost bei 100% verweilen.
Wenn schon bei 2C die Spannung beängstigend einbricht ist das kein gutes Zeichen für diese Lithium-Polymer Akkus. Andererseits: war das mit dem hohen Spannungseinbruch bei tiefen Akkutemp., sprich unter 15°C? Da fühlen sich auch meine LiFePO4 nicht mehr so wohl in ihrem Gehäuse...
Re: Kelly Controller
Verfasst: Mo 5. Mär 2012, 17:29
von Inno6000L
Der Lithium Akku vom Inno2500L hat 2x50A Sicherungen drinnen, also 100A. Über den Strom würde ich also auf keinen Fall gehen.
Grüße
Martin
Re: Kelly Controller
Verfasst: Mo 5. Mär 2012, 17:44
von Elbkieker
Re: Kelly Controller
Verfasst: Mo 5. Mär 2012, 18:17
von MEroller
Keine Sorge Elbkieker, mit dem Controllerchen kann kein tiefgreifendes Tuning betrieben werden an dem Roller

Re: Kelly Controller
Verfasst: Di 6. Mär 2012, 06:06
von Elbkieker
Re: Kelly Controller
Verfasst: Di 6. Mär 2012, 20:30
von MEroller
Prinzipiell korrekt, ja. Und genau das macht ja ein Controller, wenn man ihn drosseln kann auf z.B. maximal 50% von seinem Maximalstrom: Dazu reduziert er die Spannung so weit, dass die eingestellte Stromgrenze nie überschritten wird. Per schnellem ein und ausschalten. Das Verhältnis der Zeit von EIN zu AUS bestimmt, welcher Spannungasanteil der Batterie tatsächlich zum Motor durchgereicht wird.
Puls
Weiten
Modulation nennt man das, und weil es hier um richtig Strom geht handelt es sich um Leistungs-PWM.
Was nicht genau korrekt ist am P = U x I im Zusammenhang mit einem Motor, auf dem 1000W steht, ist die Tatsache, dass es sich bei dieser Leistungsangabe bei einem E-Motor normalerweise um seine mechanische Nennleistung handelt, nicht die elektrische. Bei einem Wirkungsgrad von z.B. 90% wäre die benötigte elektrische Leistung zum Erreichen der mechanischen 1000W deren 1000/0,9= 1111 elektrische Watt. Und dann gilt wieder P
elektrisch= U x I

Re: Kelly Controller
Verfasst: Di 6. Mär 2012, 20:45
von Elbkieker