NIU RQi

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Afunker
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Re: NIU RQi

Beitrag von Afunker »

Potsdam74 hat geschrieben:
Mo 21. Okt 2024, 21:11

Gespart wurde durch Kette, Federung und Akku, die Abstimmung passt aber für mich und die Kette bin ich von meinen 125ern gewohnt ....

Insgesamt bekommt man bei kleiner Reichweite sehr viel Motorrad für sein Geld. Die RQI ist größer und ernsthafter als erwartet!
Bin daher überzeugt und voraus, dass die RQI Zero etc. das Leben schwer machen wird! :-)
Na dann....Wenn du Kette gewohnt bist, dann wird dich der Ersatz (alle paar 1000 Km) und die Pflege alle paar 100 km(reinigen, fetten oder ölen)
nicht besonders stören?
Reichweite: Genau da scheiden sich die Geister, bei vielen dieser 125er E-Motorrädern...
Der eine braucht nicht mehr, als wie du. Aber andere wollen (oder müssen) auch mal grössere Touren machen und da fehlt es entweder

# an der Grösse der Batterie (Batterien)

# an der Ladeleistung und das an der Ladesäule via Typ 2 Buchse (AC)

Bei beiden Punkten, stehen andere Hersteller wie BTM und Zero (trotz des Preises) besser da.... :mrgreen:

Nur nochmal zur Erinnerung meine Wuxi M3:
Die hat in 5 Jahren 15000 Km runter. Radnabenmotor von QS, Reku, neue Batterie vor 2 1/2 Jahren bekommen.
Kaum Verschleiss an der Bremse. Reifen (Michelin) wurden bei 9500 Km neu montiert. Noch gut Profil für die Laufleistung.
Defekte: DC-DC Wandler am Anfang, Bremslichtschalter, Hauptscheinwerferbirne, LKL musste nachgefettet werden, Hauptständerschalter, Sicherungsautomat....

Viel Spass also mit der Kette, den schwachen Batterien (hoffentlich von LG oder Catl ?) und der schwachen Ladeleistung trotz Typ 2 Buchse.
Gruss Helmut

Ranis 2000 seit 08.2019 ca.15000 Km gefahren :mrgreen:
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Potsdam74
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Re: NIU RQi

Beitrag von Potsdam74 »

Die RQI kann man natürlich nur als Stadtpendler fahren, wenn man noch einen Benziner als Reise-Motorrad in der Garage stehen hat und problemlos in der Garage oder am Haus ein paar Stunden nachladen kann.
Ansonsten bleibt man bei einer Zero hängen als Allzweck-Motorrad - solange es die Firma noch gibt.

Potsdam74
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Re: NIU RQi

Beitrag von Potsdam74 »

Batterien sind von LG.

Potsdam74
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Re: NIU RQi

Beitrag von Potsdam74 »

Laut meinem Berliner Händler ist es übrigens so, dass die lange EntwicklungsDauer daherkommt, dass das Fahrzeug noch mal komplett neu gedacht wurde.
Erst wollte man einen unseligen Nabenmotor ins Hinterrad packen wie die Mitbewerber, das hat aber überhaupt nicht gut funktioniert.
Also: neue Entwicklung, alles ist größer geworden, und man hat nun das vernünftige Prinzip von Zero aufgegriffen und einen Antriebsstrang verbaut. Halleluja!
Diese ist natürlich nicht so hochwertig, aber das ganze Fahrzeugprinzip ist nun sinnvoll gedacht.

STW
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Re: NIU RQi

Beitrag von STW »

Berliner Händler erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Nach der Pleite mit dem Mqi EVO irgendwas waren diese leistungsstarken Roller "verbrannt". Und wenn man genau in die Historie der RQi schaut, dann entdeckt man auffallend viele technische Parallelen zwischen den Prototypen und dem damals großen M-Roller. Noch so eine Pleite, und der Ruf wäre völlig hinüber gewesen. Und bei dem angestrebten Preisunterschied hätte man nicht mit bauähnlicher Technik den Mehrpreis erklären können. Da mußte einfach nachgebessert werden.
Der Nabenmotor ist nicht unselig, der funktioniert, sogar sehr gut. Und lieber Einbußen beim Federungskomfort als eine "Kette" wie bei der Tinbot ...

Wäre jetzt nicht der Druck durch Tinbot und andere, dann würde ich die RQi noch nicht am Markt sehen. Und schaut man sich die Verkaufszahlen im 8K€-Segment der E-Roller und E-Motorräder an, dann sind trotzdem keine Stückzahlen zu erwarten. Daher kann man sich erst recht keinen Fehlstart und hohe Gewährleistungsrücklaufquoten mehr erlauben.
Was sonst noch so am Markt ist: Tinbot macht mit Getriebeproblemen von sich reden, Ebroh wird zwar noch von Händlern angeboten, aber die Verkaufszahlen dürften ziemlich tief im Keller sein, Ovao mußte die Preise für die Lagerware halbieren, RGNT jetzt auch und auch da verkauft es sich schleppend (nach mehr als 24 Stunden erst 7 von 10 verkauft, und das bei euroaweiter Vermarktung), Alrando/Alrendo war eine Katastrophe und ob die Bohemia das toppt weiß man auch noch nicht. Bei den 8K€-Rollern sieht es nicht besser aus: Ray pleite und aufgekauft, Silence schweigt stille zu Neuentwicklungen, und die Neuen wie Naxeon müssen sich erstmal beweisen (der Ansatz ist bestimmt gut, aber die Maschinen müssen auch verkauft werden, um weitermachen zu können).

Ob das Fahrzeugprinzip der RQi sinnvoll gedacht ist wird sich dann in der Praxis und den ersten Monaten zeigen.

Der 125er-Markt ist schwierig, den Enthusiasmus für E-Antrieb muss man sich leisten können und wollen.
RGNT V2 ab 01/23 > 15000km
NIU NGT ab 06/20 Km-Stand > 36000km, nach Unfall verkauft in 5/23
Niu NPro seit 09/19 Km-Stand > 8000km - Verkauft in 10/22
Ahamani Swap Bj 2007 - 2.4KW - Vario - Km-Stand > 27.000km - 40AH Thundersky ab 11/08 - CALB 70AH seit 10/11 -Verschrottung 09/19

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Afunker
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Re: NIU RQi

Beitrag von Afunker »

Potsdam74 hat geschrieben:
Sa 26. Okt 2024, 18:40
Laut meinem Berliner Händler ist es übrigens so, dass die lange EntwicklungsDauer daherkommt, dass das Fahrzeug noch mal komplett neu gedacht wurde.
Aber grundlegend verbessert wurde kaum etwas.
Man denke nur an die Ladeleistung mit Typ 2 Buchse usw....
Potsdam74 hat geschrieben:
Sa 26. Okt 2024, 18:40
Erst wollte man einen unseligen Nabenmotor ins Hinterrad packen wie die Mitbewerber, das hat aber überhaupt nicht gut funktioniert.
Achherrje...Hätten sie doch das getan!
Wo und wann wurde der erste Radnabenmotor verbaut? Im ersten Elektro-Porsche 1899, steht heute im Porsche Museum in Zuffenhausen!
Wer denkt gerade an Radnabenmotoren in allen Rädern für ihre E-PKW nach? BMW....
Die Entwicklung bzw. der Aufbau eines Radnabenmotors, ist leichter, effizienter was den Stromverbrauch angeht, als Mittelmotoren.
Frage mal Entwicklungsingenieure, welchen E-Motor sie bevorzugen würden, wenn sie das zu entscheiden hätten.
Hast du mal die Verge TS gesehen? Neues Konzept was Radnabenmotor im Hinterrad angeht....
Gruss Helmut

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Re: NIU RQi

Beitrag von E-Bik Andi »

Das stimmt, was Afunker sagt. Der Radnabenmotor hat nur den Nachteil der ungefederten Masse- an der Vorderachse etwas tricky, beim Richtungswechsel, da ein Kreisel bekanntlich nicht gerne seine Richtung ändert durch die Zentrifugalkraft.
Auch der Supersportwagen von Rimac besitzt Radnabenmotoren. So ist ein unglaubliches "Torque Vectoring" möglich, was extreme Richtungswechsel ermöglicht. Gerade bei kleinen Fahrzeugen wie Zweirädern ist der Radnabenmotor das Objekt der Wahl ;-)
Liebe Grüße
Andi

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Re: NIU RQi

Beitrag von MEroller »

E-Bik Andi hat geschrieben:
So 27. Okt 2024, 09:14
Auch der Supersportwagen von Rimac besitzt Radnabenmotoren.
Das ist Quatsch :D Rimaç Nevera hat 4 innen liegende Motoren, am Chassis befestigt, mit kurzen Gelenkwellen zu den Rädern. Wie es schon beim seligen zitronengelben elektrischen AMG SLS war.
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Re: NIU RQi

Beitrag von E-Bik Andi »

Hast recht. Ich hatte das noch so im Kopf, da ständig von Rimacs vier Radnabenmotoren mit Torque Vectoring gesprochen wurde. Siehe z.B. hier:
https://www.golem.de/news/rimac-nevera- ... 56968.html
Liebe Grüße
Andi

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Re: NIU RQi

Beitrag von Potsdam74 »

Radnabenantrieb am ZWEIrad hat bei allen Vorteilen (Dynamik, Wartung, billige Herstellung) den für typische deutsche Straßen entscheidenden Nachteil: zuviel ungefederte Masse. Bei herkömmlichen Motorrädern wird um jede 100g am Hinterrad gekämpft, warum wohl? Um ein leichtes Hinterrad zu bekommen, das Fahrkomfort bringt. Das müssen Kunden von
Brekr
Stromer
NIU
Maeving
Black Tea
RGNT
etc
leidvoll "erfahren", wenn sie nicht gerade in einer Gegend wohnen, in dem es fast nur perfekt geteerte Straßen gibt, da wohnen dann die Fans dieser billigen, aber sehr effizienten Technik. Die Modelle sind fast alle für ein anderes Land konzipiert und bessern gerade nach oder machen es sowieso schon anders:
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NIU RQI wechselte auf Mittelmotor
Maeving bietet für 800 Euro ein Feder-Upgrade
BMW verbaut im CE02 und 04 Mittelmotoren.
Zero verbaut Mittelmotoren.

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