Inzwischen ist der Neptun fertig und im Wintereinsatz.
Am Ende ist es doch sowas wie ein Komplettumbau geworden, sodass ich jetzt einige Bauteile und Konstruktionen in den Dauertest schicke.
Hier ein Überblick über die Komponenten:
- Fahrwerk und Bremsen: nach Reinigung und Überholung jetzt beides gut; das Federverhalten ist besser als bei den älteren Uranus'
- Scheibe und Topcase: Leider gibt es an der Unterseite des Lenkers keine Aufnahme für eine Scheibe. Daher bleibt nur die Halterung des Spiegels. Am Ende habe ich mir eine kleinere Scheibe praktisch handgeschnitzt, die ordentlich schützt.
- Akku: Doppelakkusystem mit BT-BMS von GTK ohne Weiche - hohe Reichweite ohne Umstecken und ordentlich Stromlieferfähigkeit https://www.elektroroller-forum.de/view ... 38#p357138
- Controller und Display: Lingbo 72152 HK3 und "Fahrraddisplay" von AliExpress
- Freischaltung der dritten Fahrstufe über Remote control
- Coloumbmeter als Ersatz für die fehlende Restweitenanzeige im Display
- neuer DC-DC-Konverter mit Enable-Pin https://www.elektroroller-forum.de/view ... 39#p374639
- Softstart: Batterie anschließen ohne jeden Funkenschlag an den Kontakten und beim Einschalten im Zündschloss
- USB-Anschluss und "BMW"-Steckdose: An der Dose hängen jetzt meine Heizhandschuhe und bei Bedarf auch Heizsocken. Der Konverter liefert ja genug Strom.
- Sicherungen: praktisch alle Kabelstränge habe ich einzeln abgesichert und beschriftet.
- Kabelbaum: Der Kabelbaum ist eine Katastrophe. Von außen sieht er ganz gut aus. Aber die Litzen scheinen aus Alu oder so zu sein. Jedenfalls musste ich den Roller mehrfach wieder auseinanderbauen, weil sauber gecrimte und gelötete Verbindungen plötzlich keinen Durchgang mehr hatten. Es wäre einfacher gewesen, den gesamten Kabelbaum neu zu machen.
Auf einige Besonderheiten gehe ich in weiteren Beiträgen ein.
Schöne Grüße, Bertolt
Neues Akku-Innenleben für Neptun 2019
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Re: Neues Akku-Innenleben für Neptun 2019
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Re: Neues Akku-Innenleben für Neptun 2019
Zu Controller und Display:
Die alten Ugbest/Lingbo(?)-Controller sind theoretisch leistungsfähig. Aber wenn der Stromgriff noch sanft regelbar sein soll, leidet die Beschleunigung. Wenn man die Einstellungen auf bessere Beschleunigung ändert, ist die Dosierbarkeit dahin. Das macht einfach keinen Spaß.
Am Ende habe ich mich nach anderen Versuchen entschieden, einen Lingbo 72152 HK3 einzubauen. Wie schon im Explorer E-Cruzer ist die Beschleunigung mit bis zu 60A super und die Dosierbarkeit perfekt. Mit vollem Akku könnte der Roller 62 km/h nach GPS laufen.
Leider funktioniert das originale Display nicht mit dem neuen Controller. Die Geschwindigkeit wird über eine serielle Verbindung übrrtragen. Das Protokoll kennt der Lingbo nicht. Einen Eingang für das Hall-Signal gibt es auch nicht. Daher habe ich eine in der Größe passendes Display gesucht und in mühevoller Bastelarbeit integriert. Es lässt sich fast GPS-genau einstellen, ist ordentlich abzulesen und blendet nicht.
Die alten Ugbest/Lingbo(?)-Controller sind theoretisch leistungsfähig. Aber wenn der Stromgriff noch sanft regelbar sein soll, leidet die Beschleunigung. Wenn man die Einstellungen auf bessere Beschleunigung ändert, ist die Dosierbarkeit dahin. Das macht einfach keinen Spaß.
Am Ende habe ich mich nach anderen Versuchen entschieden, einen Lingbo 72152 HK3 einzubauen. Wie schon im Explorer E-Cruzer ist die Beschleunigung mit bis zu 60A super und die Dosierbarkeit perfekt. Mit vollem Akku könnte der Roller 62 km/h nach GPS laufen.
Leider funktioniert das originale Display nicht mit dem neuen Controller. Die Geschwindigkeit wird über eine serielle Verbindung übrrtragen. Das Protokoll kennt der Lingbo nicht. Einen Eingang für das Hall-Signal gibt es auch nicht. Daher habe ich eine in der Größe passendes Display gesucht und in mühevoller Bastelarbeit integriert. Es lässt sich fast GPS-genau einstellen, ist ordentlich abzulesen und blendet nicht.
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Re: Neues Akku-Innenleben für Neptun 2019
Softstart: Im Original sorgt wohl das BMS dafür, dass der Akku praktisch runtergefahren ist, wenn man ihn im Roller anschließt bzw. wenn man ihn einschaltet. Ansonsten ziehen die Kondensatoren soviel Strom, dass die Kontakte auch im Schloss recht bald verbratzen.
Das Daly-BMS reagiert aber auf Spannungsveränderungen. Es schaltet ohne Softstart ein, wenn der Akku angeschlossen oder der Roller eingeschaltet wird. Der Akku ist im eingebauten Zustand ständig mit dem Controller und dem Konverter verbunden.
Der Controller wird beim Einschalten über einen Pin mit Batteriespannung versorgt und schaltet dann ein.
Tests haben ergeben, dass vor allem der alte DC-DC-Konverter ordentlich Strom zieht. Ich habe ihn gegen einen neuen getauscht, der einen Enable-Anschluss hat. Aber auch im ausgeschalteten Zustand zieht der Eingangskondensator Strom, wenn man den Akku anschließt.
Zunächst habe ich mit einem Schütz (Überbleibsel aus dem Jupiter-'15-Projekt) rumprobiert. Ziel war es, dass das Schütz Controller und Konverter trennt, während man die Akkus anschließt. Über einen Vorwiderstand in Form eines Leuchtmittels sollten die Kondensatoren vorgeladen werden, und erst dann wurde das Schütz mittels Zündschloss eingeschaltet.
Das hat auch funktioniert. Nur hatte ich immer "Brummschleifen" im System. Über den Widerstand und anscheinend über das Display floss ein kleiner Strom, sodass beides rhythmisch aufglimmte und wieder verlosch.
Am Ende habe ich es robust gelöst:
Über einen 300A-Schalter kann der Roller komplett von der Stromversorgung getrennt werden. Nach dem Anschließen des Akkus schaltet man händisch auf Stufe 1. Dann wird der Vorwiderstand in Form eines E14-Leuchtmittels aktiviert und die Kondensatoren werden schonend vorgeladen. Dann schaltet man auf die Fahrstufe 2. Wird jetzt das "Stromschloss" eingeschaltet, läuft über die Kontakte im Zündschloss nur noch der Enable-Strom für Controller und Konverter. Damit dürften verbrannte Kontakte der Vergangenheit angehören.
Schöne Grüße, Bertolt
Das Daly-BMS reagiert aber auf Spannungsveränderungen. Es schaltet ohne Softstart ein, wenn der Akku angeschlossen oder der Roller eingeschaltet wird. Der Akku ist im eingebauten Zustand ständig mit dem Controller und dem Konverter verbunden.
Der Controller wird beim Einschalten über einen Pin mit Batteriespannung versorgt und schaltet dann ein.
Tests haben ergeben, dass vor allem der alte DC-DC-Konverter ordentlich Strom zieht. Ich habe ihn gegen einen neuen getauscht, der einen Enable-Anschluss hat. Aber auch im ausgeschalteten Zustand zieht der Eingangskondensator Strom, wenn man den Akku anschließt.
Zunächst habe ich mit einem Schütz (Überbleibsel aus dem Jupiter-'15-Projekt) rumprobiert. Ziel war es, dass das Schütz Controller und Konverter trennt, während man die Akkus anschließt. Über einen Vorwiderstand in Form eines Leuchtmittels sollten die Kondensatoren vorgeladen werden, und erst dann wurde das Schütz mittels Zündschloss eingeschaltet.
Das hat auch funktioniert. Nur hatte ich immer "Brummschleifen" im System. Über den Widerstand und anscheinend über das Display floss ein kleiner Strom, sodass beides rhythmisch aufglimmte und wieder verlosch.
Am Ende habe ich es robust gelöst:
Über einen 300A-Schalter kann der Roller komplett von der Stromversorgung getrennt werden. Nach dem Anschließen des Akkus schaltet man händisch auf Stufe 1. Dann wird der Vorwiderstand in Form eines E14-Leuchtmittels aktiviert und die Kondensatoren werden schonend vorgeladen. Dann schaltet man auf die Fahrstufe 2. Wird jetzt das "Stromschloss" eingeschaltet, läuft über die Kontakte im Zündschloss nur noch der Enable-Strom für Controller und Konverter. Damit dürften verbrannte Kontakte der Vergangenheit angehören.
Schöne Grüße, Bertolt
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Re: Neues Akku-Innenleben für Neptun 2019
Da ich selbst einen Neptun 2016 fahre, habe ich Deinen Thread mit grossem Interesse gelesen. Respekt vor Deinem Fachwissen und der Umsetzung. Ich freue mich über einen Neptun mehr hier!
Jesus sprach: "Es werde Licht", doch es funktionierte nicht.
Die Welt gehört den Elektrikern.
Wenn PN nicht funktioniert: maverixx@ok.de
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