Afunker hat geschrieben: ↑Di 18. Feb 2025, 16:33
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Zweiradmechaniker mit HV-Ausbildung (kostet bei der HWK oder IHK so knapp 2000 €), die auf jeden Fall sein muss.
Sonst kann die Werkstatt die sich mit E-Rollern und E-Motorrädern befasst, gleich zumachen....
In der Tat. Meine RGNT steht ja nun in einer Nicht-RGNT - Werkstatt, und da wird die Reparatur wohl ans Eingemachte gehen. Also nix NIU-Akkus, die man vor dem Schrauben einfach rauszieht. Also nachgefragt wie es aussieht, falls wir doch an die Innereien müßten. Cheffe dort hat einen Hochvoltschein. Er ist auch so recht bewandert - er erzählte mir von einem Kumpan, den er in Reparatur hatte, Fehler war Akku überm Winter raus, in einem der Steuergeräte ist eine Pufferbatterie fest verlötet auf der Platine, die mußte er per Lötkolben wechseln. Man merke auf: kein Kumpan-Händler, kein "Hersteller-"Support, sondern kraft eigener Wassersuppe, und vergleiche mit anderen Erfahrungen im Kumpan-Forum. Die scheinen wohl auch NIU-Akkus zu reparieren - ich habe nicht detailliert nachgefragt, was sie da alles machen. Und dann noch elektrische Rollstühle, Fremdmarken elektrisch und Verbrenner, ...
Ansonsten ein serviceorientierter Laden (auch wenn das Erscheinungsbild etwas "einfach" ist) - die haben von gestern auf heute mein Chinaschrottie in die Inspektion genommen, Kettensatzwechsel, usw., damit ich mobil bleibe ohne die RGNT. Und Austausch der Bremsarmatur als Gewährleistungsfall angemeldet, der Bremslichtschalter ist da nicht einzeln wechselbar, der muss wohl letztens die Grätsche gemacht haben. Wir sprechen über ein Chinamoped für 2222€ inkl. ABS, für das es tatsächlich guten Service gibt.
Es gibt also auch (aus meiner Sicht) ordentliche Händler - aber in Berlin und Umland gibt es derzeit keinen offiziellen RGNT-Händler mehr (aus "Gründen"). Damit kein Zugriff auf Serviceunterlagen usw..
Alfons Heck hat geschrieben: ↑Di 18. Feb 2025, 20:00
STW hat geschrieben:...alleine die Vorschriften für den Postversand von Akkus sind "spannend".
Nicht ohne Grund. Ich durfte vor einigen Jahren bei der Kripo vorstellig werden weil das Paketfahrzeug mit einem Akku für mich abgefackelt ist. Da ich aber per Nachnahme bestellt hatte war ich fein raus.
Ich will den Grund nicht in Frage stellen - Lipo-Akku in einer Bag und dann stempelt die Maschine ab.

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Aber schauen wir mal auf das Merkblättchen von DHL:
https://www.dhl.de/dam/jcr:11be2e7e-e7f ... 012023.pdf
Das liest man, und dann stellt man fest, man muss noch in ein paar Vorschriften gucken, bis man vielleicht weiß, was man darf und was nicht, und sicher sein kann man dann immer noch nicht, ob man alles richtig gemacht hat. Wenn ich Dir also Akkus schicken wollte, dann gucke ich in die ADR, dann ermittle ich Gewichte, dann muss ich noch prüfen, was "Zulässige Lithiumbatterien" sind und was nicht, ..., man benötigt einen Versandprofi. Kurzum: bei den Vorschriften haben wir deutsche Gründlichkeit.
Mein Highlight vor ein paar Jahren: Material online bestellt, dabei auch LiPos. Fußnote im Shop: kein DHL-Versand wegen irgendwelcher Verbote möglich. Die Sache in den Warenkorb gelegt, DHL und Nachname ausgewählt, bestellt, kam an. Die Vorschriften sind also so genial, dass die wieder niemand beachtet ... Ein andernmal ein bestimmtes Gas bestellt, Fußnote "Nur eine Flasche pro Paket erlaubt". Guess what happened, als ich drei Flaschen bestellt habe. Hint: es waren keine drei Pakete, in denen geliefert worden ist.
Damit man mich nicht falsch versteht: ich halte Sicherheitsrichtlinien für sinnvoll, nur eben dürfen die nicht so komplex und weltfremd sein, dass sich wieder niemand daran hält, weil die eh kaum erfüllbar sind. Es ist wie mit Sicherheitsrichtlinien in der IT: ich habe Jahre gebraucht, bis die Einsicht an höher bezahlter Stelle gewachsen ist, dass manche Virenscanner mehr Systemlücken schaffen als sie schließen. Deinstalliert sind die aber immer noch nicht ...
